Trauerworkshops in Bülach: Dabei sind Eltern und Kinder zusammen

https://www.trauernetzwerk-hochrhein.de/?p=1652

Kindertrauergruppe „ tapfere herzen“

ist eine Trauergruppe für Kinder, in deren Familie jemand gestorben ist. Hier erfahren die Kinder, dass sie in ihrer Trauer nicht alleine sind, da die anderen Kinder ein ähnliches Schicksal haben. Es wird ihnen bewusst, dass der Tod Teil unseres Lebens ist und Verlust und Trauer zum Leben dazu gehören. Weil Kinder ihre Trauer nicht unbedingt in Worte fassen oder durch Weinen ausdrücken, bekommen sie hier Ausdrucksmöglichkeiten im Spiel, durch kreatives Gestalten und Rituale. Dies stärkt sie, ihren eigenen Weg durch die Trauer zu finden.
„ tapfere herzen“ ist ein kostenloses Angebot der Ambulanten Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen in Kooperation mit Kinderland gGmbH Lörrach. Es richtet sich an Familien aus dem Landkreis Lörrach. Eine Anmeldung ist erforderlich. Zwei ehrenamtliche qualifizierte Kindertrauerbegleiter der ambulanten Hospizgruppe, Frau Berndt und Herr Weber, leiten die Gruppe. Telefonische Auskunft bei Frau Mauch, Telefon 07621 – 163395-0 oder tapfereherzen@kinderland-loerrach.de

Treffpunkt „ tapfere herzen“: Baumgartnerstr. 14, 79540 Lörrach, 1 x monatlich samstags 14:15 Uhr bis 16:45 Uhr

Weitere Infos unter http://www.hospizambulant.de/veranstaltungen.html

Trauerinsel in Bad Zurzach www.trauerinsel.ch

Christina Marent aus Bad Zurzach bietet für trauernde Kinder und Jugendliche und deren Familie einen geschützten Raum, in der ihre Trauer ein Platz haben kann.

Die Trauerinsel begleitet Familien, welche einen Verlust in Form des Todes erlebt haben. Diese einschneidende Lebensveränderung ist nicht einfach zu durchleben. Die Trauerbegleitung stellt sich aus einem oder mehreren Workshops zusammen.

  • Die Workshops finden in der Obergasse 3 in Bülach statt.
  • Individuelle Daten an Freitagen und Samstagen.

Für die Kontaktaufnahme bietet sich das Telefon 0041/793994055 oder 004156 556 20 29  oder Email an marentchristina@gmail.com an.

Mehr Infos auf www.trauerinsel.ch.

Kinder- und Jugendlichetrauer-Begleitung durch Nina Thömmes

Warum dieses Angebot?

Der Tod eines Elternteils, von Geschwistern oder Großeltern kann für Kinder und Jugendliche eine schwere psychische Belastung sein. In dieser Situation ist Trauer eine hilfreiche, gesunde und natürliche Fähigkeit.

Sie hilft, schmerzhafte Verluste zu begreifen, diese ins eigene Leben zu integrieren und sich wieder neu zu orientieren. Kinder trauern anders als Erwachsene, die Gefühle können schnell wechseln. Manche Kinder weinen, sind aggressiv oder wütend. Andere sind auf den ersten Blick albern, fröhlich und ausgelassen und verhalten sich so, als ob nichts geschehen wäre.

Folgen können sein: Schlafstörungen. Alpträume, Rückgang von Schulleistungen, Gereiztheit und Launenhaftigkeit, starke Trennungsängste, Rückkehr bereits abgelegter Verhaltensweisen (Daumenlutschen, Bettnässen), große Angst um die noch lebenden Angehörigen, Vorwürfe gegen sich und andere, Schuldgefühle.

Kinder und Angehörige in Trauer

Kinder spüren sehr genau, wenn die Angehörigen selbst stark mit ihrer eigenen Trauer beschäftigt sind.

Oftmals leugnen sie deshalb ihre eigenen Trauergefühle, um die Angehörigen nicht noch mehr zu belasten.

Sie verlieren durch den Todesfall nicht nur den Verstorbenen, sondern zum Teil auch die lebenden Angehörigen. Diese verhalten sich anders, geprägt von der eigenen Trauer.

Durch die Rücksichtsnahme der Kinder bleibt ihre eigene Trauer im Hintergrund und sie trauen sich nicht, ihre Fragen zum Tod zu stellen.

Geborgen in der Trauergruppe

Viele Kinder sind mit ihren Sorgen, Fragen, Ängsten und ihrer Wut alleingelassen und können nicht einmal mit ihren Freunden darüber reden, denn diese haben nicht ihre Probleme. lm geschützten Raum der Gruppe erfahren Kinder, im Kontakt mit anderen trauernden Kindern, dass sie mit ihren Gefühlen nicht alleine sind. Kinder sollen dabei unterstützt werden, ihre eigenen Trauergefühle zuzulassen, sowie mit Aggression, Schuld- und Angstgefühlen umzugehen. Gemeinsam wird der Blick auf ihre Kraftquellen und in die Zukunft gerichtet. Es ist wichtig für Kinder, einen geschützten Ort zu haben, an dem alle Fragen und Gefühle sein dürfen.

Eine zentrale Aktivität in der Gruppe ist die liebevolle Erinnerung an die Verstorbenen. Dies geschieht mit Hilfe kreativer Angebote, z.B. in Form von Erinnerungsbüchern. Die kreativen Angebote bauen Brücken von der Vergangenheit in die Zukunft. Ein Besuch der Gruppe ist auch dann empfehlenswert, wenn der Todesfall schon mehrere Jahre zurückliegt. Oft gibt es noch unbeantwortete Fragen und das Bedürfnis sich an den Verstorbenen zu erinnern.

Unterstützung durch einen Therapiehund

Für manche Kinder ist es leichter, im ersten Schritt auf einen Hund zuzugehen, als mit einem Erwachsenen Kontakt aufzunehmen. Ein Hund stellt keine Fragen, ist einfach da, kommentiert nicht und gibt Trost über das Streicheln. Der Hund ist ein Helfer, der Dinge vermittelt, die man mit Worten nicht sagen kann. Er ist eine Brücke zwischen der Trauerbegleiterin und dem Kind. In der Trauergruppe ist ein ausgebildeter Sozialhund zur Erleichterung der Trauerbegleitung dabei. Durch diese tiergestützte Begleitung in der Trauerarbeit können sich Kinder über den Kontakt zum Hund besser öffnen und Trost erleben.

Professionelle Trauerbegleitung durch Pädagogin Nina Thömmes

Nina Thömmes (52) ist diplomierte Pädagogin mit Weiterbildungen in systemischer Familientherapie, Psychotraumatologie und zertifizierte Trauerbegleiterin für Kinder- und Jugendliche (gemäss den Standards des Bundesverbandes Trauerbegleitung, BVT e.V.) sowie Mitglied der ambulanten Hospizgruppe Schopfheim.

Sie begleitet seit 2010 Kinder- und Jugendliche bei Trauer. Mit ihrem Hund Pekko absolvierte sie 2011 die Ausbildung zum Sozialhundeteam in der Blindenführhundeschule Allschwil, CH.

Die Trauergruppe trifft sich regelmässig wöchentlich oder auf Wunsch vierzehntägig für eine bis anderthalb Stunden zu vereinbarten Terminen. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Davor findet ein Kennenlerntermin mit den Erziehungsberechtigten, dem Kind, Nina Thömmes und dem Hund Pekko statt. Auch Einzeltermine sind möglich

Kosten: Wir bitten um einen Eigenanteil.

(Sprechen sie bitte mit uns, wenn Sie keinen Eigenanteil finanzieren können, wir finden eine Lösung.)

Anmeldung per E-Mail:

Nina Thömmes: nina.thoemmes@gmail.com

 

Dort erhalten Sie auch den Flyer mit Fotos von Pekko und Frau Thömmes

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