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Trauerbegleitung in Corona-Zeiten

In diesen Tagen denken wir alle, die aufgrund der Pandemie es schwer haben. Offene Treffs wie Cafe Lichtblick in Säckingen und der Hoffnungstreff in Tiengen müssen pausieren. Aus diesem Grund erscheinen diese derzeit nicht bei den Terminen.

Einzelbegleitung ist nach wie vor möglich. Scheuen Sie sich bitte nicht sich zu melden!

Bei Bedarf dürfen Sie sich gerne bei mir melden. Ich vermittle weiter und übernehme auch selbst Begleitung.

Bei Fragen und Anregungen eine Mail bitte an Franz-Josef Günther fjg@trauernetzwerk-hochrhein.de

Telefon: 07741/8353627 (Anrufbeantworter)

Weihnachten ist anders

Weihnachten und das Feiern in der Familie gehören für die meisten Menschen zusammen. Doch was, wenn ein geliebter Mensch fehlt, wenn die Lücke, die er hinterlässt, gerade an Weihnachten schmerzlich bewusst wird und Trauer das Herz erfüllt? Das kleine Heft „Weihnachten ist anders“ will mit tröstenden, nachdenklichen und ermutigenden Texten ein Begleiter durch die Advents- und Weihnachtszeit sein. Es kann für 2,50 Euro plus Versandkosten beim Pfarramt in Bad Säckingen bestellt werden:Römisch-katholische Kirchengemeinde Bad Säckingen-MurgMünsterplatz 879713 Bad SäckingenTel. 07761-568 19-0Mail: st.fridolin@se-bsm.de

Engel – Texte von Linda Karen

Texte von Linda Karen

Engel

für mich

haben viele Gesichter

diese Engel sind da

Menschen

Engel

für mich

du passt auf

Ich darf dir vertrauen

Gottvertrauen

Ich habe einen Engel getroffen

Er nahm mich mit

tragend zwischen seinen Flügeln

und brachte mich zum Himmelsparadies.

Engel in verschiedensten Kreationen, las meine Schwester, sechs Wochen nach Weihnachten, an der Beerdigung unserer Mutter vor, traf man in deinem Wohnzimmer, auf Postkarten, im Bücherregal, am Fenster, auf dem Fernseher. Entweder aus Glas oder Porzellan. Sie standen in deinem Glasschränkchen und du hattest einen speziellen Bezug zu Ihnen. Sehr wahrscheinlich fühlten sich dadurch die vielen Engel, die täglich als Personen bei dir ans Bett kamen so willkommen. Sie passten perfekt in die Gedanken von dir, wer ein Engel sein könnte. Jemand, der aus aufrechter Sorgsamkeit dir Aufmerksamkeit brachte. Das konnte deine Schwägerin und dein Schwager sein, die dich besuchten und vom eigenen Gemüse aus ihrem Garten eine Gemüsesuppe für dich gemacht hatten oder die Ehrenamtliche, die mit einem Stückchen Fisch vorbei kam, zum Gespräch und längst zur Freundin geworden war. Es konnte die Schwester der Pflege sein, die dir dein Kissen nochmal anders unter deinen Kopf legte oder mit ihrer Hand über deine Wange streichelte, das hattest du immer so gerne. Es konnte der indische Pfleger sein, mit dem du am Anfang, als er zur Pflege kam, Mühe mit hattest und mir sagtest: „Muss ich mich als alte Frau jetzt auch noch von so einem Jungen Mann waschen lassen?“ und der später dein Lieblingspfleger wurde, weil ihr so viele gute Gespräche mit einander hattet und er dich pflegte mit Würde und großem Respekt. Ein Anruf, ein Lächeln, all dies machte den Tag meiner Mutter gut, die ihre letzte vier Jahre, die sie lebte, bettlägerig war. Sie bekam viele Besuche von früheren Nachbarn, Menschen aus ihrer Straße, wo sie immer gewohnt hatte, von Patenkindern, Neffen und Nichten Es gab nicht mehr so viele ältere Menschen um sie herum. Wenn man 92 Jahren alt wird, sind viele, die man gekannt hat schon verstorben. Die Familie und der Freundeskreis war groß, denn mein Vater kam aus einer Familie von zwölf Kindern. Diese Besuche und Anrufe machten ihr viel Freude. Sie machten ihr Leben lebenswert, auch wenn es manchmal schwierig für sie war, an dieses Bett gebunden zu sein. Sie traf viele Menschen mit Engelszüge und viele Engel mit Menschengesichter. Du hattest viele helfende Hände, die dein Leben so lebenswert gemacht haben um dich herum. Genau so, wie deine Hände das so oft taten, als du es noch konntest. Was hast du genäht für andere, gestrickt für uns Kinder und später für Kinder aus Ost Europa. Worte meiner Mutter, als wir merkten, als ihr der letzten Abschied doch schwerer fiel, als gedacht: „Ihr habt gut reden“, sagte sie dann, „ihr braucht nur Abschied von eurer Mutter zu nehmen, aber ich von so vielen Menschen, die ich lieb habe.“

Auch in dieser letzten Lebenszeit hattest du deine Engel real und in Gedanken um dich herum, um dich auf deiner allerletzten Reise zu begleiten. Hier danken wir ganz besonders deinem langjährigen Hausarzt und dem Pflegedienst und der Frau, die deine Wohnung jahrelang geputzt hat und fast wie eine Tochter für dich war. Sie allen waren Engel für dich.

Rainer Maria Rilke sagt….

Wäre es möglich, weiter zu sehen, als unser Wissen reicht, vielleicht würden wir dann unsere Traurigkeiten mit größerem Vertrauen ertragen, als unsere Freuden.

Denn sie sind die Augenblicke, da etwas Neues in uns eingetreten ist, etwas Unbekanntes.

Unsere Gefühle verstummen in scheuer Befangenheit, alles in uns tritt zurück, es entsteht eine Stille, und das Neue, das niemand kennt, steht mitten darin und schweigt.

Begleitung durch Zeiten von Abschied und Trauer

GRUNDKURS
TRAUERBEGLEITUNG
Mit Abschieden und Verlusten werden wir im Laufe
unseres Lebens immer wieder konfrontiert. Oft tut es in
solchen Situation gut, eine Person zu haben, die zuhört
und versteht.
Sie möchten Menschen in Abschieds- und Trauersituationen
im Alltag, beim Besuchsdienst, in der Nachbarschaftshilfe
oder in einer sozialen Einrichtung hilfreich zur
Seite stehen? Sie haben Interesse zu erfahren, wie Sie die
richtigen Worte finden? Wie Sie mit Traurigkeit, Wut und
Tränen umgehen können? Wie Ihnen die Balance zwischen
Einfühlen und Abgrenzen gelingt?
In den zwei Modulen, Seelsorgerliches Gespräch/Selbsterfahrung
(Modul I) und Trauerbegleitung (Modul II) lernen
Sie, mit diesen Fragen umzugehen. Bei bereits vorliegender
Qualifikation in Gesprächsführung können Sie direkt
in Modul II einsteigen, ebenfalls ist es möglich, nur an
Modul I (auch ohne Selbsterfahrung) teilzunehmen.
Diese Kurse unterstützen Sie dabei, Menschen in Abschieds-
und Trauersituationen klar und einfühlsam zu
begegnen und diese achtsam zu begleiten.
Diese Fortbildung ist nicht geeignet für Menschen
in akuten tiefgreifenden Verlust- und Trauersituationen.
KURSLEITUNG
Dietmar Sendelbach, Referent an der Diözesanstelle
Hochrhein, Supervisor DGSv, Ausbildung in personzentrierter
Gesprächsführung
Dr. Birgit Volk, psychologische Beraterin, Supervisorin
DGSv, Logotherapeutin
Anja Drechsle, Dipl.theol., Pastoralreferentin, Kur- und
Klinikseelsorge, Trauerbegleitung

Modul I: Seelsorgliche Begleitung in Abschieds- und Verlusterfahrungen

Theoretisches Wissen über den personzentrierten Beratungsansatz
von Carl R. Rogers
Einübung der Grundhaltungen
Umgang mit Gefühlen
Nähe und Distanz
Üben und reflektieren von Gesprächen
Rahmenbedingungen von Seelsorgegesprächen
Selbsterfahrungswochenende
Auseinandersetzung mit eigenen biografischen Erfahrungen
von Übergängen, Verlust, Krankheit, Sterben, Tod
Reflexion der persönlichen weltanschaulich-spirituellen
Verortung
Psychohygiene, Umgang mit eigenen Grenzen, Resilienz


Modul II: Trauerbegleitung

Tod und Trauer in der pluralen Gesellschaft
Erscheinungsweisen von Trauer und Trauerverläufe
Konzepte der Trauerbegleitung
Trauergespräche
Grenzen der Begleitung
Christliche Trauerrituale und Hoffnungsbilder
Gestaltung von Angeboten in der Trauerbegleitung


Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an die
ReferentInnen: Gesprächsführung/Selbsterfahrung:
Dietmar Sendelbach/Dr. Birgit Volk 07751 83 14 400;
Trauer: Anja Drechsle 07761 56 81 982
KURSABSCHLUSS
Die TeilnehmerInnen erhalten eine Teilnahmebescheinigung.
Die gesamte Fortbildung (Modul 1 u. 2) entspricht den Standards
des BVT (ehemalige „kleine Basisqualifikation“)

TERMINE
Modul 1
Seelsorge in Verlustsituationen
16./17.04.21; 18./19.06.21; 02./03.07.2021
jeweils freitags von 17:00 bis 21:00 Uhr und samstags
von 9:00 bis 17:00 Uhr
Diözesanstelle Hochrhein
Selbsterfahrung:
19.03.21 17:00 Uhr bis 21.03.21 14:00 Uhr
Haus Feldberg Falkau
Modul 2 Trauerbegleitung
Termine noch offen
jeweils freitags von 17:00 bis 21:00 Uhr
und samstags von 9:00 bis 17:00 Uhr
Diözesanstelle Hochrhein
Zwischen den Kurseinheiten finden jeweils Treffen in
Homegroups statt davon zwei Treffen mit Supervision,
Literaturstudium zu einzelnen Themenbereichen.

Kosten:

300€ incl. Übernachtung in Falkau

ANMELDUNG
Diözesanstelle Hochrhein
Eisenbahnstr. 29, 79761 Waldshut-Tiengen
Tel: 07751 8314400
E-Mail: hochrhein@esa-dioezesanstelle.de
Bitte melden Sie sich bei uns, dann übersenden wir
Ihnen die nötigen Anmeldeunterlagen. Die Teilnehmerzahl
ist auf 15 Personen begrenzt.
KOSTEN
Die Teilnahmegebühr für TeilnehmerInnen aus einem
kirchlichen Kontext für das Modul Gesprächsführung/
Selbsterfahrung beträgt 300 €. (Inkl. Verpflegung, Übernachtung
und Material). Für das Modul Trauer entstehen
für Teilnehmer aus einem kirchlichen Kontext
keine Kosten
Für alle anderen TeilnehmerInnen beträgt die Teilnahmegebühr
pro Modul 300€, für den gesamten Kurs 600 €.
Für Literatur sowie Getränke und Verpflegung entstehen
zusätzliche Kosten.
Kostenübernahme
Trauerbegleitung ist i.d.R. ein Dienst, den Sie für eine
Einrichtung oder eine Pfarrgemeinde übernehmen.
Bitte klären Sie vor der Anmeldung mit Ihrer Organisation,
ob die Kosten ganz oder teilweise übernommen
werden.
VERANSTALTUNGSORT
Diözesanstelle Hochrhein, Eisenbahnstr. 29,
79761 Waldshut-Tiengen
Selbsterfahrungswochenende
Haus Feldberg Falkau, Schuppenhörnlestr. 74,
79868 Falkau